Gemeiner oder Goldglänzender Rosenkäfer (Cetonia aurata)
Momentan schwirren sie wieder zuhauf durch die Lüfte und lassen sich am liebsten bei Sonnenschein auf großen Blüten zur Nahrungsaufnahme nieder, wie hier am Flieder. Weder der Käfer noch seine Larven schädigen Laub oder Wurzeln!
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| Bild 1: Rosenkäfer im Flieder |
Bild 2: Rosenkäferpärchen |
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| Bild 3: Rosenkäfer im Flug |
Der Rosenkäfer war "Insekt des Jahres 2000" und ist in die Roten Liste aufgenommen und somit eine geschützte Käferart.
Der ca. 20 mm lange Rosenkäfer zählt wie der etwas größere
Maikäfer zur Familie der
Blatthornkäfer (Scarabaeidae) und seine Larve wird somit auch Engerling genannt. Das Kennzeichen dieser Käferfamilie ist die
blattartige Ausfächerung an den Enden der Fühler, welche als Tast- und Geruchsorgane dienen.
Da beide Deckflügel miteinander verwachsen sind, kann er diese im Gegensatz zu meisten anderen Käferarten im Flug nicht auseinanderklappen und hochstellen (Bild 3). Zum Fliegen werden die Hautflügel seitlich durch einen Spalt ausgefahren (siehe
Link). Der kurzlebige Käfer,der von April bis in den September hinein zu beobachten ist, ernährt sich ausschließlich von Pollen und Blütensäften.
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| Bild 4: Engerlinge des Rosenkäfers inmitten von Kotbällchen |
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| Bild 5: Engerlinge und Kokon |
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| Bild 6: Für den Rosenkäfer-Engerling typische Haltung während der Fortbewegung |
Die
Larven des Rosenkäfers ernähren sich ausschließlich von verrottenden Pflanzenteilen und Holzmulm. Sie können in großen Massen beim Umsetzen älterer Komposthaufen gefunden werden.
Während der 2-3 jährigen Larvenentwicklung sind sie wertvolle Kompostbewohner, da sie insbesonders Holzbestandteile verwerten. In ihrem voluminösen Enddarm spalten in Symbiose lebende Bakterien die Zellulose enzymatisch in Kohlehydrate auf, die erst dann von der Larve verdaut werden können.
Zur
Unterscheidung zu Maikäfer-Engerlingen dient die Beobachtung, daß sich die Rosenkäferlarven auf den Rücken gedreht bewegen (Bild 6),
Maikäfer-Engerlinge - mit auffällig längeren Beinen - hingegen eine seitliche Fortbewegung bevorzugen. Auch wird die Maikäferlarve niemals im Kompost zu finden sein, da sie kein totes Pflanzenmaterial frisst.
Gegen Ende seines Larvendaseins erstellt der Rosenkäfer-Engerling einen tonnenförmigen Kokon (Bild 5) aus Kompostmaterial und verklebt es mit einem Sekret. Darin findet die Phase der Verpuppung statt.
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